Abnutzungserscheinungen und Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule können zur Einschnürung des Rückenmarks und damit zu Lähmungen und Gefühlsstörungen führen. Bei Operationen an der Halswirbelsäule werden die Bandscheiben und die Knochenwucherungen unter dem Mikroskop entfernt und benachbarte Wirbel miteinander verblockt. Zur Verblockung können verschiedene Techniken eingesetzt werden: vom einfachen „Knochenzement“ (Kunststoffpolymerisat) bis hin zum Titankörbchen, welches mit körpereigener Knochenspongiosa vom Beckenkamm gefüllt und durch eine zusätzliche Verplattung stabilisiert wird (Abb. 3a).

Die linke Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule zeigt Abnutzungserscheinungen, die zu einer hochgradigen Instabilität zwischen dem 4. und 5. Halswirbel geführt haben: der 4. ist gegenüber dem 5. Halswirbel nach vorne (nach rechts) abgerutscht, wodurch das Rückenmark (auf der Aufnahme nicht zu sehen) eingeschnürt wird und sich bei dem Patienten eine fortschreitende Querschnittslähmung ausgebildet hat. Durch eine Operation mit Titankörbchen und Verplattung (rechte Aufnahme) wurden die beiden Halswirbel „stabilisiert“, das Rückenmark wurde entlastet und die Querschnittslähmung hat sich zurückgebildet, so daß der Patient bereits wenige Monate nach dem Eingriff wieder ein aktives Leben führen konnte.