Verbesserung der Lebensqualität

Gezielt ansetzen mit modernen Schmerztherapien

Wesentliches Behandlungsziel ist die Verbesserung der Lebensqualität. Der unerträgliche Schmerz soll erträglich werden und weniger beeinträchtigen. Der Patient soll sich nicht mehr vom Schmerz beherrschen lassen. Das Schmerzmanagement berücksichtigt die Besonderheiten chronischer Schmerzen. Das geschieht durch spezielle Schmerzdiagnostik und multimodale Schmerztherapie, welche die individuelle Lebenssituation eines jeden Patienten einbeziehen. Nur so können die körperlichen Schmerzursachen, die vom Zentralnervensystem gesteuerte Schmerzempfindlichkeit und psychosoziale Faktoren, die den Schmerz verstärken können, günstig beeinflusst werden.

Die spezielle Diagnostik erfolgt durch eine standardisierte Schmerzanalyse nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS). Dabei kommen Schmerzfragebögen zum Einsatz, die von ihnen vollständig ausgefüllt werden müssen.

 

Spezialisten arbeiten interdisziplinär zusammen

Die Patienten werden von ausgebildeten Schmerztherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten betreut, ergänzt durch die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie Wirbelsäule & Schmerz, Neurologie, Psychiatrie, Innere Medizin, etc.

 

Wie erfolgt die Aufnahme?

Für die Komplexität chronischer Schmerzen und der damit einhergehenden den Schmerz beeinflussenden somatischen, psychischen und sozialen Faktoren benötigen sie ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen unterschiedlicher Behandlungsgruppen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine unabhängige interdisziplinäre Untersuchung und Befunderhebung, um eine umfassende und möglichst ganzheitliche Erfassung der Beschwerden von ihnen zu erheben.

Das abschließende Ergebnis dieser Untersuchung stellt die Basis für das weitere therapeutische Vorgehen dar.

Aufnahme

teilstationär:

Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine ausführliche eintägige Schmerzdiagnostik. Hierfür müssen sie mindestens eine Dauer von 5 Stunden einplanen (ca. 7.30-13.00 Uhr). Dort werden Sie umfassend (ärztlich, psychologisch und physiotherapeutisch) untersucht, wir überprüfen, ob alle erforderlichen und sinnvollen medizinischen Untersuchungen bei Ihnen durchgeführt worden sind, erheben die Krankengeschichte und beleuchten die vielfältigen Facetten des Schmerzgeschehens und deren Auswirkungen. In einem Abschlussgespräch werden dann die Ergebnisse mit ihnen besprochen und das weitere Vorgehen erläutert. Sollte eine der beiden Therapieformen in Frage kommen, erstellen wir für Sie ein individuelles Behandlungskonzept.

Für die eintägige Voruntersuchung benötigen wir bitte eine Verordnung für eine krankenhausbehandlung, die durch den behandelnden niedergelassennen Arzt ausgestellt werden muss..

Stationär:

Eine stationäre Aufnahme kann ggf. auch ohne eine Vordiagnostik erfolgen, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Hierfür müssen mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllt sein.

Mindestens drei der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung von Lebensqualität, sozialer Teilhabe/Arbeitsfähigkeit
  • Unzureichender Erfolg von ambulanter/unimodaler Arzneimitteltherapie, einer OP oder fehlgeschlagener Medikamentenentzug
  • Bestehender Medikamentenabusus/-abhängigkeit oder Fehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleitproblematik
  • Erhebliche körperliche Begleiterkrankung

Therapieablauf

Das Programm in der Tagesklinik findet über einen Zeitraum von 20 Werktagen in Gruppen und Einzeltherapien statt. Montag-Freitag von 8.00-16.00 Uhr.

Stationär geht die Behandlung über 2 ggf. 3 Wochen.

Allgemeine Behandlungsziele:

  • Genaue Informationen über ihre Erkrankung
  • Körperliche Aktivierung
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Förderung aktiver Schmerzbewältigung
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Schmerzreduktion