Ein Kreuzsymbol St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf

Impingementsyndrom

Das Impingement-Syndrom ist durch eine Enge des subakromialen Raums (bzw. des Gleitraums zwischen Oberarmkopf und Schulterdach) verursacht. Hiernach resultieren Schmerzen und eine Funktionseinsschränkung der Schulter. Am meisten betroffen sind Frauen […]

Impingement-Syndrom / Engpasssyndrom der Schulter

Diagnose

Das Impingement-Syndrom wird durch eine Enge des subakromialen Raums (des Gleitraums zwischen Oberarmkopf und Schulterdach) verursacht. Hiernach resultieren Schmerzen und eine Funktionseinsschränkung der Schulter. Am häufigsten betroffen sind Frauen und Männer im mittleren Lebensalter (ca. 50Jahre).

Mögliche Ursachen für das Impingement-Syndrom sind:
1) eine strukturelle Einengung durch knöcherne Anteile am Schulterdach
2) eine funktionelle Einengung durch Instabilität oder muskuläre Dysbalance.

Typische Symptome für das Impingement-Syndrom der Schulter sind bewegungsabhängige Schmerzen insbesondere bei Überkopfarbeit und bei seitlichem Heben des Arms( ‘‘schmerzhafter Bogen‘‘ zwischen 60° und 120° ). Häufig wird auch ein Druckschmerzen des seitlichen Oberarms und Nachtschmerzen beschrieben.

Behandlungsoptionen

Nach der Diagnose ist in den meisten Fällen eine konservative Therapie für mindestens 3 Monate angezeigt.

Zu den konservativen Maßnahmen gehören entzündungshemmende Medikamente, subakromiale Injektionen, physiotherapeutische Anwendungen sowie der therapeutische Ultraschall. Durch krankengymnastische Kräftigungsübungen kann das Schultergelenk entlastet und stabilisiert werden.

Ein funktionelles Impingement wird konservativ behandelt. Bei strukturellen Läsionen (eindeutige ossäre Veränderungen) kann, nach Scheitern der konservativen Therapie, die OP-Indikation auch früher gestellt werden.

Bei einem operativen Eingriff wird die Erweiterung (Dekompression) des subacromialen Raumes angestrebt. Diese wird durch eine (Teil-)Entfernung des Schleimbeutels, die Abtragung von knöchernen Veränderungen und die (Teil-)Resektion des Ligamentum coracoacromiale erreicht. Das Ausmaß der Dekompression ist variabel und die Operation kann je nach Befund erweitert werden.

Mischpathologien, Risse der Rotatorenmanschette sowie klinisch relevante arthrotische Veränderungen des Schultereckgelenkes werden auch adressiert. Die Operation wird, wenn möglich, arthroskopisch, durchgeführt. Diese minimalinvasive Technik hat gegenüber der offenen Operation mehrere Vorteile und ist mit weniger Schmerzen, einem schöneren kosmetischen Ergebnis und einer schnelleren Rehabilitation vergesellschaftet.

Diese Operation wird in unserem Hause arthoroskopisch und ambulant durchgeführt.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Die postoperative Versorgung hängt vom Ausmaß des Eingriffs ab. Wird nur eine reine Dekompression durchgeführt, ist eine Ruhigstellung der Schulter nicht erforderlich. Bereits am ersten Tag nach der Operation wird mit einem krankengymnastisch angeleiteten Übungsprogramm begonnen.
Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist in der Regel nach zwei bis drei Wochen möglich. Bei Überkopfarbeiten muss mit etwa der doppelten Zeit gerechnet werden. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten hängt von der sportartspezifischen Schulterbelastung ab.