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Klinik für Sportorthopädie

St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf

Instabilität des AC-Gelenks

Diagnose
Nach Stürzen auf das Schultergelenk kommt es mitunter zur Zerreißung der Bänder zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterdach. Hinsichtlich der Notwendigkeit einer sofortigen Naht oder Verschraubung gibt es kontroverse Vorstellungen. Typisch und von außen erkenn- und tastbar ist ein Hochstehen des äußeren Teils des Schlüsselbeins, was im akuten Fall schmerzhaft ist.

Behandlung
Eine Operation ist nur in ausgeprägten Fällen mit erhöhtem Schlüsselbeinhochstand, einer Instabilität in mehreren Richtungen oder bei aktiven Patienten notwendig. Die Diagnosestellung erfolgt durch gezielte Röntgenaufnahmen und die klinische Untersuchung. Der Eingriff kann arthroskopisch (tight-rope-Technik) erfolgen.

OPERATIONSTECHNIK
Durch die Operation werden die Bänder zwischen dem Schlüsselbein und dem sog. Rabenschnabelfortsatz des Schulterblatts (coracoclaviculäre Bänder) durch künstliche Bänder ersetzt bzw. geschient. Dazu wird endoskopisch die Fläche unter dem Rabenschnabelfortsatz identifiziert. Anschließend wird mit einem speziellen Zielgerät ein Loch durch Schlüsselbein und Rabenschnabelfortsatz gebohrt. Durch dieses Loch wird ein Plättchen transportiert, welches sich verkippt und in dem Fäden laufen. Ein kräftiger Faden spannt nach dem Flaschenzugprinzip ein weiteres Plättchen (tight-rope) oberhalb des Schlüsselbeins. Damit wird das Schlüsselbein an den Rabenschnabelfortsatz gezogen, die verletzten Bänder können heilen. Der Eingriff erfolgt arthroskopisch gestützt.

Nachbehandlung
Um eine sichere Einheilung der Stabilisierung des ACGs zu gewährleisten, sollte eine Schulterfixationsorthese für 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden. Zur Körperpflege und physiotherapeutischen Behandlung darf  die Orthese abgenommen werden.

Für einen Zeitraum von 6 Wochen sollten keine endgradigen Bewegungen in Rotation und Abspreizung erfolgen, eine Sportpause für Kontaktsportarten von 3 Monaten ist zu empfehlen.


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