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Klinik für Sportorthopädie

St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf

Tendinitis Calcarea / Kalkschulter
Diagnose

Die Kalkschulter wird durch Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette verursacht. Am häufigsten ist die Supraspinatussehne betroffen.

Die Erkrankung betrifft besonders häufig Frauen im mittleren Lebensalter (35-50 Jahre) und kann über einen langen Zeitraum andauern. Die genaue Ursache für die Kalkablagerungen ist nicht bekannt, doch scheint eine Überlastung der Sehne mit darauffolgender verminderter Durchblutung eine wichtige Rolle zu spielen. Die Symptome der Kalkschulter sind ähnlich wie beim Engpasssyndrom. Jedoch ist die Erkrankung durch starke Nachtschmerzen und chronische Belastungsschmerzen mit schmerzfreien Intervallen gekennzeichnet
 

 


Behandlungsoptionen

Die konservative Therapie ist immer gerechtfertigt, da die Erkrankung eine hohe Selbstheilungsrate zeigt. Entzündungshemmende Medikamente und sowie subakromiale Injektionen können zu Schmerzlinderung führen. Weitere Therapiemöglichkeiten sind das Needling des Kalks und die Stoßwellenbehandlung – hierbei wird der Kalk zerkleinert.

Bleibt die konservative Therapie über mehrere Monate erfolglos, besteht die Indikation für eine operative Behandlung. Das operative Prinzip besteht in der arthroskopischen Entfernung des Kalkdepots aus der Sehne. Nach Spiegelung der Rotatorenmanschette und des subakromialen Raumes wird der Kalk lokalisiert und mit kleinen Instrumenten entfernt.

Das Tragen einer Orthese ist nach dem Eingriff in der Regel nicht notwendig. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist in der Regel nach zwei bis drei Wochen möglich. Bei Überkopfarbeiten muss mit etwa der doppelten Zeit gerechnet werden. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten hängt von der sportartspezifischen Schulterbelastung ab.

 

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