Zum Einsatz kommt das System vor allem bei Patientinnen und Patienten mit Delir, Angstzuständen, kognitiven Einschränkungen oder psychischen Belastungen sowie im palliativen Bereich. Ziel ist es, innere Unruhe zu reduzieren, Orientierung zu fördern und den Klinikaufenthalt für Betroffene angenehmer zu gestalten. Das System projiziert großflächige Natur- und Erlebniswelten auf Wände oder Decken und kombiniert diese mit passenden Klangkulissen. Die Anwendung orientiert sich an den Prinzipien der Basalen Stimulation® und greift zugleich Elemente des sogenannten Snoezelns auf – eines multisensorischen Konzepts zur Förderung von Entspannung, Sicherheit und emotionalem Wohlbefinden.
Vor der Anschaffung wurde das System im Klinikalltag erprobt. Die Rückmeldungen der beteiligten Teams fielen durchweg positiv aus – sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch im pflegerischen Alltag zeigten sich deutliche Potenziale zur emotionalen Stabilisierung und Entlastung in belastenden Situationen. „Gerade bei Patientinnen und Patienten mit starker innerer Unruhe, Ängsten oder kognitiven Einschränkungen erleben wir, wie wichtig beruhigende und orientierungsfördernde Angebote im Klinikalltag sind. Die Testphase hat uns überzeugt, dass das System eine wertvolle Ergänzung unserer Versorgung darstellt und unseren Patientinnen und Patienten spürbar zugutekommt“, erklärt Holger Götze-Koch, Pflegedienstleiter des Krankenhauses Elbroich, der die Anschaffung maßgeblich begleitet hat. Auch Erfahrungen aus anderen Kliniken zeigen, dass audiovisuelle Sinnesreize insbesondere bei unruhigen oder delirgefährdeten Patientinnen und Patienten positive Effekte erzielen können. Gleichzeitig wird die Anwendung im Pflegealltag als niedrigschwellige und praxisnahe Unterstützung wahrgenommen.
Das Krankenhaus Elbroich bietet eine spezialisierte Versorgung insbesondere in den Bereichen Geriatrie und Psychiatrie und zählt zu den wenigen altersmedizinischen Zentren in Düsseldorf und der Region. Als Teil der Franziskus Kliniken Düsseldorf verbindet das Haus langjährige klinische Erfahrung mit modernen Behandlungsmethoden. Ein besonderes Merkmal ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche, um eine ganzheitliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. „Als Förderverein möchten wir Projekte unterstützen, die den Aufenthalt und die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten unmittelbar verbessern. Das audiovisuelle System verbindet Innovation mit Menschlichkeit – genau solche Anschaffungen fördern wir gerne“, betont Prof. Dr. Stephan Martin, Vorsitzender des Fördervereins.


















