Die Rezertifizierung erfolgt im Rahmen eines anspruchsvollen Prüfverfahrens, bei dem sowohl medizinische Ergebnisse als auch organisatorische Abläufe, personelle Voraussetzungen und Qualitätskennzahlen regelmäßig überprüft werden. Das St. Vinzenz-Krankenhaus erfüllt dabei erneut sämtliche Anforderungen für die höchste Zertifizierungsstufe als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung.
Mit rund 2.300 endoprothetischen Eingriffen in diesem Jahr zählt die Klinik zu den leistungsstärksten Zentren für Gelenkersatz in Nordrhein-Westfalen. Neben der Implantation von Hüft- und Knieendoprothesen umfasst das Leistungsspektrum auch komplexe Wechsel- und Revisionsoperationen. Im Rahmen der Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen wurde das Endoprothetikzentrum sowohl für die Leistungsgruppe der Primärendoprothetik als auch für die Revisionsendoprothetik berücksichtigt und bestätigt damit seine zentrale Rolle in der regionalen Versorgung.
„Die erneute Rezertifizierung bestätigt, dass hohe Fallzahlen allein nicht ausreichen. Entscheidend sind standardisierte Prozesse, erfahrene Teams und eine konsequente Qualitätssicherung entlang des gesamten Behandlungswegs“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Schnurr, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung. „Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten von der ersten Vorstellung bis zur vollständigen Rehabilitation eine verlässliche und hochwertige Versorgung aus einer Hand anzubieten.“
Grundlage hierfür ist ein interdisziplinärer Behandlungsansatz, der operative Expertise mit modernen Versorgungskonzepten verbindet. Zum Einsatz kommen unter anderem zwei MAKO-Robotersysteme für die robotergestützte Implantation von Knie- und Hüftprothesen. Ergänzt wird dies durch das eigens entwickelte Schnellgenesungsprogramm endoMOVE, das Patientinnen und Patienten strukturiert durch Vorbereitung, Operation, stationären Aufenthalt und Nachsorge begleitet. Durch standardisierte Behandlungsabläufe und eine frühzeitige Mobilisation können Patientinnen und Patienten das Krankenhaus in der Regel bereits nach durchschnittlich zwei bis drei Tagen wieder verlassen.
Bereits vor dem Eingriff profitieren Patientinnen und Patienten von digitalen Informations- und Schulungsangeboten sowie einer eng abgestimmten OP-Vorbereitung. Die Mobilisation beginnt in der Regel noch am Tag der Operation. Ziel ist eine schnelle, sichere Rückkehr in den Alltag bei gleichzeitig hoher Behandlungsqualität. Die Ergebnisse spiegeln sich auch in den Qualitätsdaten wider: Nach Angaben des Endoprothesenregisters Deutschland gehört das St. Vinzenz-Krankenhaus bei den Komplikationsraten seit Jahren zu den besten fünf Prozent der teilnehmenden Einrichtungen.
„Eine erfolgreiche Endoprothetik beginnt lange vor dem Eingriff und endet nicht mit der Operation“, sagt Prof. Schnurr. „Die Zertifizierung bestätigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten einen durchgängig strukturierten Behandlungsprozess bieten – von der sorgfältigen Indikationsstellung über modernste Operationstechnik bis hin zur Nachsorge. Diese Kontinuität ist ein wesentlicher Faktor für langfristig gute Behandlungsergebnisse.“










































