„Mit der Einführung der onkologischen Traumatologie schließen wir eine wichtige Versorgungslücke“, erklärt Dr. Albrecht Pilz, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Krebspatienten haben aufgrund ihrer Erkrankung und Therapie oft ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Eine spezialisierte Behandlung, die sowohl Stabilität als auch Schmerzfreiheit ermöglicht, ist daher essenziell.“ Die Klinik deckt mit ihrem erweiterten Angebot die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Verletzungen und Schäden des Bewegungsapparates ab.
Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Rekonstruktion geschädigter Strukturen. Als zertifiziertes lokales Traumazentrum mit berufsgenossenschaftlicher Zulassung (VAV-Verfahren) bietet die Klinik auch Expertise in der Behandlung schwerer und schwerstverletzter. „In der onkologischen Traumatologie kombinieren wir unfallchirurgische und onkologische Ansätze, um die Folgen von Verletzungen bei Krebspatienten optimal zu behandeln“, erklärt Dr. Pilz. Die Behandlung berücksichtigt insbesondere die Stabilität von Knochen und Weichteilgewebe, die durch Tumore oder Nebenwirkungen von Krebstherapien wie Chemotherapie und Bestrahlung beeinträchtigt sein können.
Spezielle Anforderungen und Lösungen
Krebspatienten sind durch Tumore oder Metastasen oft anfälliger für Knochenbrüche und Weichteilverletzungen. Chemotherapie und Bestrahlung belasten das Immunsystem und schwächen das Gewebe, wodurch Heilungsprozesse erschwert werden und das Risiko für Komplikationen wie Infektionen steigt. Die onkologische Traumatologie setzt daher auf speziell angepasste Stabilisierungsmethoden und eine interdisziplinäre Betreuung, die eine optimale Versorgung sicherstellen. „Dank unseres umfassenden Netzwerks, etwa dem Onkologiezentrum oder der Klinik für Strahlentherapie und radiologische Onkologie können wir unsere Patienten lückenlos weiterbehandeln“, so Dr. Pilz. Im Onkologiezentrum des Marien Hospitals arbeiten Expertenteams aus unterschiedlichen Fachrichtungen eng zusammen, um individuelle Therapiekonzepte zu planen und durchzuführen. Auch psychosoziale Aspekte fließen in die Behandlung ein, um eine ganzheitliche Betreuung in allen Krankheitsphasen zu gewährleisten. Bildgebung, Knochendichtemessungen und Biopsien verdeutlichen vor der Behandlung schon die Ursachen für Verletzungen der Patienten.
Individuelle und interdisziplinäre Betreuung
Die kombinierte Behandlung aus Traumatologie und Onkologie wird stets an den Zustand des Patienten angepasst. Die ganzheitliche Betreuung der komplexen Patientensituationen erfolgt durch ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Onkologen, Unfallchirurgen, Orthopäden, Radiologen, Physiotherapeuten und dem Palliativteam. Ziel ist es, für jeden Patienten einen individuell angepassten Behandlungsplan zu erstellen, der die bestmögliche Versorgung sicherstellt. „Unsere Erfahrung in der Onkologie und die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen machen es möglich, Krebspatienten eine noch umfassendere Versorgung zu bieten“, ergänzt Dr. Martin Meyer, Geschäftsführer des Marien Hospitals. „Die Einführung der onkologischen Traumatologie ist kein Neuanfang, sondern eine konsequente Weiterentwicklung unserer bestehenden Angebote.“





















































